#114 SherlockSunday: Gandy Goose in G-Man Jitters als Sherlock Holmes (1939)

Es gab bereits zahlreiche Auftritte von Cartoonfiguren hier auf dem Blog, die Sherlock Holmes repräsentieren. Sei es als Verkleidung oder als Implementierung. Heute geht es um den bekannten Gandy Goose!

G-Man Jitters (1939)

Bevor ich detailliert auf den Cartoon G-Man Jitters eingehe und den Inhalt beschreibe, würde ich euch empfehlen, den 5-minütigen Clip einfach selber anzuschauen:

Zunächst gibt es ein paar Eckdaten zur Einordnung der Episode G-Man Jitters mit Gandy Goose als Sherlock Holmes:

  • Regisseur: Eddie Donnelly und Connie Rasinski
  • Drehbuch: John Foster
  • Besetzung (Stimme): Arthur Kay
  • Veröffentlichungsdatum: 10. März 1939
  • Name der Episode: G-Man Jitters (to jitter = zittern, bibbern)

Gandy Goose, angezogen mit einem Pyjama, liest gemütlich ein Buch auf dem Bett. Das Buch heißt How to be a detective („Wie man ein Detektiv wird“) und entscheidet sich selbst ein Detektiv zu werden. Was braucht man dazu? Ein Deerstalker: CHECK! Und wie im Kapitel 2 des Buches gesagt wird: Eine Pfeife!

Das Bild in Buch zeigt eine Sherlock-Holmes-Silhouette, die aus meiner Sicht an William Gillette angelehnt ist, und spricht sogar: What about your father’s pipe? Ja, da könnte Gandy Goose eine Pfeife herbekommen (CHECK!). Nach den ersten Zügen aus der Pfeife holt er seine Lupe heraus (CHECK!) und fängt an zu halluzinieren. Der Detektiv ermittelt!

Im weiteren Verlauf der Episode kommen dann noch weitere „Monster“ aus der klassischen englischen Literatur: Frankenstein und Dracula. Gandy Goose und die Monster haben mehrere Verfolgungsjagden durch ein Schloss, mit Mäusen und einer Mrs. Jones. Am Ende erwacht Gandy Goose dann wieder in seinem Zimmer und wird von seinem Vater zur Rede gestellt.

Der Sherlock-Holmes-Faktor in der Episode

Grundsätzlich wird hier klar an die stereotypischen Elemente eines Detektivs angespielt: Deerstalker, Pfeife, Lupe. Hier hätte noch das Inverness-Cape gefehlt! Der Rest der Episode spielt dann natürlich auch mit den Monstern Frankenstein (Mary Shelley) und Dracula (Bram Stoker), die aus dem nahezu ähnlichen Jahrzehnt kreiert wurden:

  • Mary Shelley’s Frankenstein 1818/1823
  • Arthur Conan Doyle’s Sherlock Holmes 1887
  • Bram Stoker’s Dracula 1897

Die Handlung in dem Schloss selbst, birgt viele Verfolgungsjagden durch das Schloss, die aus meiner Sicht kaum etwas mit den klassischen Sherlock-Holmes-Deduktionen zu tun haben. Höchstens vielleicht als Frankenstein und Dracula mit Gandy „Sherlock“ Goose mit einer Lupe ein kleines Loch im Boden untersuchen.

Der „Holmes-Faktor“ in der Episode hält sich daher in Grenzen. Nichtsdestotrotz finde ich die Episode gut inszeniert und ich könnte mir diese Episode gut zu Halloween vorstellen, da die „Horror“-Elemente mit den klassischen Monstern überwiegen. Aber auch Gandy Goose finde ich absolut niedlich wie er an der Pfeife zieht! Ich wusste gar nicht, dass Tabak solche Halluzinationen auslösen kann! 😉

Bei meiner Recherche habe ich keine weiteren „Sherlock-Holmes-Episoden“ mit Gandy Goose gefunden? Gibt es noch welche?


Quellen:


Zu weiteren SherlockSundays geht es hier.






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